Autor Thema: Downsampling / DSR vs. Anti-Aliasing (GeForce Fermi / Kepler / Maxwell)  (Gelesen 2097 mal)

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Varrattu

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Wenn die Anti-Aliasing-Einstellungen nicht wirklich überzeugen,

... dann ist Downsampling die Alternative. Downsampling kann unter DirectX 10/11 auch dann genutzt werden, wenn ein Spiel / eine Anwendung kein Super-Sampling-Anti-Aliasing unterstützt (iL2Cod soll ja auch zu den "Verdächtigen" gehören.)

Beim Super-Sampling rendert das Spiel zunächst in der normalen Auflösung, dann wird das Bild durch die Grafikkarte hoch gerechnet und wieder (durch die Grafikkarte) herunter skaliert. Beim Downsampling rendert das Spiel selbst die gesamte Szene für die hohe Auflösung und glättet Polygonkanten, Texturen und Shader-Effekte. Zu sehen ist das zum Beispiel gut daran, dass das User-Interface beim Downsampling oft gleich mit herunterskaliert wird, beim Supersampling aber nicht. Das kann die Lesbarkeit von Texten oder Steuerelementen (Anm.: User-Interface) beeinträchrigen, weil diese ja ebenfalls "reduziert" werden.

Letztendlich ist die erreichte Bildqualität beim Downsampling in der Regel besser als bei üblichen Anti-Aliasing-Methoden. Das gesamte Bild gewinnt obwohl die Auflösung am Ende die gleiche ist, an Detailreichtum und Dynamik.

Allerdings frisst Downsampling einiges an Leistung. Klar, denn es müssen ja mehr Pixel berechnet werden als bei der tatsächlichen Monitorauflösung. Und weil das Ergebnis auch wieder auf ein endgültiges Bildsignal zurück gerechnet wird, haben Spiel (Anwendung) und Grafikkarte noch mehr Arbeit zu erledigen. Voraussetzung ist also mindestens eine GTX560 mit mindestens 2GB eigenem Arbeitsspeicher und Windows 7.

Für geneigte Beipackzettel-Leser gibt's hier mehr:
Spielegrafik mit Downsampling aufpeppen: So geht's - Wissenswertes und Anleitung

Geforce-Besitzer benötigen keine Zusatzprogramme, alle nötigen Einstellungen werden im Geforce-Treiber durchgeführt. Jetzt bietet Nvidia das seit beinahe fünf Jahren bekannte Downsampling für Maxwell-Modelle, seit Treiberversion 344.48 (WHQL) auch für Fermi- und Kepler- Karten an. Aber es wäre nicht Nvidia, wenn damit nicht auch ein schicker neuer Name einhergehen würde: Dynamic Super Resolution, kurz DSR heißt die neue alte Erfindung, implementiert im allgemeinen Optionsmenü der Treiber-Einstellungen.

Laut Nvidia werden alle Grafikkarten ab der GTX-500-Reihe unterstützt, tatsächlich ist das Feature in allen Fermi-Modellen der Bezeichnung GTX zugänglich. Ab der GTX 460 sollte DSR also funktionieren. Ob das sinnvoll ist, sei mal dahingestellt: das High-End-Feature benötigt für optimale Nutzbarkeit eine potente Grafikkarte.

Und auch hier der Beipackzettel:
DSR-Downsampling für Fermi/Kepler/Maxwell - So geht's, das bringt's

Meine Gainward GTX560 TI Phantom 2G liefert mit DSR 1,2 - Downsampling 2103(H)x1183(V) @ 1920x1080 (FullHD 16:9) ein äußerst beeindruckendes Ergebnis.

Gruß ~V~