Autor Thema: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik  (Gelesen 6828 mal)

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Offline Nephris

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Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« am: 01.Februar.2012, 16:43 »
Die Bücher des Rkt. Georg Bose habe ich bereits vor gut 2 Jahren gelesen.
Es handelt sich hierbei um die Erinnerung von früher Kindheit bis zur Entlassung aus der russ. Kriegsgefangenschaft.
Auf meiner Liste der gelesenen (wohl rund 60 mittlerweile) besten Kriegserlebnisse/Tagebücher, die ich bisher gelesen habe liegen die Bände des G.Bose klar unter den Top3.
Leider ist Georg Bose im vergangenen Herbst im Alter von 89 Jahren verstorben und hatte seine Bücher im Selbstverlag veräussert und geklebt.Er war per Mail bis zuletzt immer Erreichbar und hat auch noch so "blöde" Fragen gerne beantwortet. Ich hoffe das die Bücher irgendwann nochmal von der Familie an einen Verlag weiter gegeben werden, da es sich hierbei um ein wahres Stück ehrlich empfundener Geschichtsschreibung handelt.Bis dahin werden die Bücher teils noch über Ebay oder auf Flohmärkten gehandelt.



"Eene meene muh und raus bist Du!"

Kinderjahre - Schulzeit -Arbeitsdienst - Wehrmacht
21 Jahre von den Kinderschuhen zu den Knobelbechern
Erinnerungen Teil 1
Berichtet von Ritterkreuzträger Leutnant a.D. Georg Bose
 


 
In Teil 1 seiner Erinnerungen erzählt der spätere Ritterkreuzträger Georg Bose von seiner Jugend- und Schulzeit, von der Zeit beim Reichsarbeitsdienst und über seine militärischen Erlebnisse während des Krieges bis in den Zeitraum Frühjahr 1943 hinein. Er berichtet von seiner Ausbildung als Flaksoldat, der Versetzung zur Artillerie und der Teilnahme am Beginn des Rußlandfeldzuges, es folgen der Offiziersanwärter-Lehrgang und der Einsatz als Vorgeschobener Beobachter an der Wolchow Front und sein Weg zur Sturmartillerie.
 
Auszug aus dem Inhalt
Zitat
" ... Am Abend des 21. Juni 1941 habe ich wieder zum Zapfenstreich geblasen, anschließend suchte ich mein Zelt auf, das mir lieber als Unterkunft war, und nur mit Turnhose bekleidet wickelte ich mich in meine Decke. Das richtige Einwickeln in eine Decke in solch einer Situation hatte uns schon unser Führer vor zehn Jahren beim "Scharnhorst-Bund" (Jugend des Stahlhelms) gelehrt und ich dachte gern an seinen Ratschlag. Gegen 1 Uhr 30 rüttelte mich ein Posten unserer Nachtwache und auf meine verschlafene Frage, was denn los sei, teilte er mir mit, daß der Spieß befohlen hatte, ich sollte um 1 Uhr 45 das Alarm-Signal blasen! Ich fragte natürlich warum, aber erhielt die Antwort, daß er es auch nicht wüßte!
Ich tat, was mir befohlen war und schmetterte das "Kartoffelsupp-Signal" in die Nacht hinein! Aus Scheune und Zelten kamen meine Kamderaden verschlafen heraus und schimpften los: "Bist Du denn ganz verrückt geworden, wir wollen schlafen!" Oder: "Ruhe, Ihr Idioten!" Aber da stand schon der Spieß in voller Montur auf dem Antreteplatz und verkündete mit lauter Stimme: "Alles herhören! In zehn Minuten Antreten in voller Uniform, Beeilung, ich will Bewegung sehen!" Jetzt wirbelte alles durcheinander, denn, wenn der Spieß etwas ankündigte, dann gab es keine Widerrede! Die Batterie stand pünktlich und vollzählig und der Spieß kommandierte: "Stillgestanden - Rechts um - Ohne Tritt marsch!" Er führte uns auf eine Wiese mit einem leichten Hang, so daß wir fast wie auf einem Thingplatz (altgermanischer Versammlungsort) saßen.
Der Batteriechef kam mit den beiden Offizieren, der Spieß meldete die Vollzähligkeit und Oberleutnant Grünert zog ein Papier aus seiner Jackentasche. Leutnant Fischer schaltete seine Taschenlampe ein und beleuchtete das Schriftstück in den Händen des Chefs. Dann traf uns fast der Schlag! Mit leicht erregter Stimme las der Oberleutnant vor: "Auf Befehl des Führers und Reichskanzlers tritt am Morgen des 22. Juni 1941 um 5 Uhr 20 die Deutsche Wehrmacht zum Kampf gegen den bolschewistischen Gegner an, der unablässig unsere Grenzen bedroht! Usw., usw." Wir saßen da, teils mit offenem Mund, weil wir diesen Befehl zunächst einmal gar nicht begreifen konnten! Wir hatten doch einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion geschlossen! Es waren ganz normale Handelsbeziehungen zu diesem, wenn auch kommunistischen Land geknüpft! Warum sollten wir dieses Land denn angreifen? Verstanden hatten wir diesen Befehl nicht, aber jetzt setzte der soldatische Gehorsam ein: "Jeder Befehl der Obersten Heeresleitung ist bedingungslos auszuführen!" Es blieb nicht viel Zeit zum Grübeln, denn weitere Befehle folgten. Die Batterie zieht sofort in die bereits eingemessene Feuerstellung. Die Munitionsfahrzeuge versorgen die einzelnen Geschütze mit Munition, die übrigen Teile der Batterie verladen und stellen sich am Ortsausgang zum Abmarsch bereit. Die Ziele der Batterie waren auf der Karte fest gelegt und nun befiel uns alle eine unheimliche Anspannung .... "




In der Sturmgeschützabteilung 177 und Panzerjägerabteilung 69 (3. Kavalleriebrigade)
Erinnerungen Teil 2
Ob´s stürmt oder schneit
Berichtet von Ritterkreuzträger Leutnant a. D. Georg Bose


In Teil 2 seiner Erinnerungen schildert Georg Bose seine Einsätze als Sturmartillerist, beginnend mit der Panzerschlacht um Kursk im Sommer 1943. Er erzählt von seinem ununterbrochenem Einsatz an den Fronten im Osten bis zum bitteren Ende in Ungarn 1945. Gleichzeitig bildet seine Abhandlung auch eine ausführliche Chronik der Sturmgeschützabteilung 177, die im späteren Kriegsverlauf als Panzerjägerabteilung 69 in die 3. Kavalleriebrigade eingegliedert wurde.

Auszug aus dem Inhalt:
Zitat
" ... Mit erhobenem Arm zeigte ich Oberleutnant Zitzen an, daß wir bereit waren und er zeigte zu einem Birkenwaldrand. Sofort erkannte ich dort eine Bewegung in den dürren Bäumen, was nach Panzeranmarsch aussah. Die Bäume knickten in unsere Richtung um und schweres Röhren von einem Dieselmotor war zu hören. "Hans, da kommt einer!", rief ich Sdun zu und erklärte ihm die Zielrichtung. Er kurbelte heftig sein Rohr bis zum Anschlag nach rechts und der Fahrer mußte noch etwas nachrücken. "Hab ihn", bestätigte Sdun, und dann kam er wie ein Edelhirsch aus dem Dickicht hervorgebrochen.
Ein KW II, der größte, den die Russen zur Zeit ins Gefecht bringen konnten. Mit seinem Gewicht von 52 Tonnen und dem 12,8 cm Rohrkaliber kam er bedrohlich auf die Straße nach Witebsk zugefahren. Solch einen Brocken hatten wir noch nicht vor unser Rohr bekommen und konnten auch nicht wissen, ob unsere Geschosse die Panzerung durchschlagen werden!? Zur Auswahl hatten wir außer den üblichen Granaten immer 6 Panzerkerngranaten in Reserve, die nur die Panzerung durchschlagen, aber nicht wie die anderen dahinter explodieren, trotzdem hatte dann die Splitterwirkung auch eine verheerende Wirkung für die Besatzung. "Kurtel, nimm die Kerngranaten!", rief ich dem Ladekanonier zu. Die sogenannte Anfangsgeschwindigkeit V0 war erheblich höher gegenüber den anderen Panzergranaten und der Abschußknall war barbarisch hart. Es war empfehlenswert, beim Abfeuern kurz die Finger in die Ohren zu stecken.
Wir hatten sie zum ersten Mal benutzt. "Treffer", rief ich beruhigt aus, denn ich sah den etwa 200 Meter entfernten, immer noch dröhnenden Panzer, wie er nach dem Einschlag stockte. "Noch eine drauf, der ist noch nicht hin!", rief ich Hans zu und der zweite Treffer schlug gegen den Turm. Die Granate schlug nicht durch! Jetzt erst hatte die Besatzung des KW II erkannt, wo die Schüsse herkamen und ziemlich träge drehte sich der Turm mit seiner tödlichen Kanone in unsere Richtung. "Schnell eine Panzerspreng auf den Drehkranz!", kommandierte ich zu Hans und Kurtel gewandt. Sie reagierten hervorragend und schnell. Der dritte Schuß schlug direkt am Turmdrehkranz ein und mit einer schwarzen Wolke, die den Turmdeckel hoch riß, schlugen die ersten Flammen aus dem Panzer. "Der dickste Brocken", strahlte Hans und drehte sich zu mir um. Ich klopfte ihm anerkennend auf die Schulter und umgehend mischten wir uns in den Abwehrkampf der 2. Batterie gegen die anrennende Infanterie ein. ... "



Meine Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft
in der Sowjetunion von 1945-1948
Erinnerungen Teil 3
Berichtet von Ritterkreuzträger Leutnant a. D. Georg Bose

"Kriegsgefangene - Guten Morgen!"
"WOIENNO PLENNI - sdrasdwuitje!"



In Teil 3 seiner Erinnerungen schildert Georg Bose die Zeit seiner Kriegsgefangenschaft bis 1948. Er beginnt mit den letzten Kriegstagen im Mai 1945 und den Ereignissen nach der Kapitulation in der Tschechoslowakei, es folgt die Gefangennahme durch die Amerikaner und die anschließende Auslieferung an die Sowjets. Er führt den Leser durch den Lageralltag der deutschen Kriegsgefangenen in den Weiten Rußlands. Ein Name wird für ihn immer wieder zum Anlaufpunkt in dieser Zeit, das berüchtigte Lager Tscherepowez.
Das vorliegende Buch gehört zu den beeindruckendsten Zeitdokumenten zu diesem Kapitel deutscher Geschichte.


Auszug aus dem Inhalt
Zitat
"... Es muß etwa gegen 5 Uhr gewesen sein und wir schrieben den 11. Mai 1945, als einer meiner beiden Betreuer aus dem Nachbarzelt an meinen Füßen rüttelte und ganz aufgeregt rief: "Herr Leutnant, Herr Leutnant, aufstehen, die Russen sind da!" - "Wer ist da?? Die Russen? Das kann doch nicht sein!", rief ich zurück und kroch verschlafen aus dem Bau, rieb mir die Augen und sah hinüber zur Lagereinfahrt. Im letzten Moment sah ich eben noch einen Jeep der Amerikaner davon preschen und dann rollten die letzten Sherman-Panzer auf der Straße davon, eine dicke Staubwolke hinter sich aufwirbelnd. "Mensch, das darf doch nicht wahr sein, diese Hunde! Die können uns doch nicht einfach den Russen ausliefern!", stieß ich hilflos hervor.
Auch die anderen Offiziere kamen heran gerannt. Ein Landser kam ganz aufgeregt und berichtete: "Unsere Wlassow-Leute sind gleich mit ausgebreiteten Armen hin zu ihren Landsleuten, ich habe es gesehen! Gleich darauf krachten Gewehrkolben der Rotarmisten auf ihre Köpfe und sie brachen schreiend zusammen, ich habe es gesehen!", stammelte er völlig außer sich immer wieder. Dann hörte ich auch Schüsse von der Straße her und eine beachtliche Anzahl von Sowjets stürmten in das Lager, brüllten etwas, was ich nicht verstehen konnte, fuchtelten wie wild mit ihren Gewehren und Maschinenpistolen herum, immer wieder Feuerstöße abgebend. Man kriegte den Eindruck, eine besoffene Horde von Hunnen stürmt eine Stellung der deutschen Wehrmacht an der Front!
"Au Backe!", rief ich meinen Kameraden zu, "Jetzt wird es brenzlig, die drehen durch!" Mit weit aufgerissenen Augen sah mich der Hauptmann aus Forst an und schrie: "Ich lasse mich nicht abschlachten!", lief zu dem Birkenwäldchen und im Laufen nestelte er seine Pistole aus dem Futteral. "Bleiben Sie doch hier!", versuchte ich ihn aufzuhalten, aber es half nichts. Dann sah ich auch noch den Leutnant, der vor zwei Tagen mit der Verpflegung gekommen war. Er lief mit der Pistole in der Hand hinterher, wollte auch nicht auf meine entsetzten Rufe hören! Kurz danach krachten aus dieser Richtung zwei trockene Schüsse, Pistolenschüsse, sie hatten sich selbst erschossen! "Warum denn bloß, die Russen können doch nicht alle umbringen!", schoß es mir durch den Kopf.
Aber jetzt blieb keine Zeit zum Grübeln oder Überlegen. Eine regelrechte Panik war ausgebrochen. Drüben bei der Flak-Abteilung hörte man schon die hohen Schreie der Blitzmädels und alles ging in eine Art Chaos über. Ein Feldwebel, mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, hatte alle Orden abgemacht, trat auf mich zu: "Herr Leutnant, wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf, legen Sie ganz schnell das Ritterkreuz ab! Ich habe mit eigenen Augen erlebt, wie die Schweine unseren Bataillonskommandeur, auch ein Ritterkreuzträger, einfach abgeknallt hatten. Ein Offizier war es, der sagte nur: 'Du hast viel Russen getötet, jetzt bist Du dran!' und dann drückte er ihm den Revolver an die Schläfe. In dem ganzen Durcheinander konnte ich mich verdrücken, das war am Rand von Budapest, damals."
An falschem Heldenmut wollte ich natürlich auch nicht zu Grunde gehen, nahm den Orden ab und auf die Gefahr hin, daß es zu Leibesvisitationen kommen könnte, grub ich mit dem Stiefelabsatz schnell ein Loch, etwa 2 Schritte von dem Sockel des Hochspannungsmasten entfernt und legte das Kreuz hinein. Da kamen sie auch schon zu unserem Haufen heran gestürmt. Vor ihnen her stürzte ein Artillerie-Hauptmann, der zu uns abgedrängt war. Er hatte noch das goldene Hackenkreuz der so genannten Ehrenblattspange angesteckt. "Um Gottes Willen, machen Sie das Ding ab, die schießen Sie über den Haufen!", rief Werner Schmidt und hilf ihm auch gleich das Ehrenzeichen abzureißen. "Wie soll das bloß enden?", stöhnte er, "das sind doch keine Soldaten, das ist Soldateska!".
Dann waren sie heran: "Du Offizier, alles antreten, an Straße - Dawai-dawai-bistrei-schniell-schniell!", schrie der Vorderste, der Mütze nach zu urteilen, ein Offizier der Roten Armee. Von dem Lager der Flak und der SS kamen jetzt Lkws und Zugmaschinen herangefahren, alle voll besetzt, steuerten sie zur Straße hin. "Männer, es hilf nichts, alles zur Straße, jeder versucht, einen Platz auf den Fahrzeugen zu kriegen!" Ein paar versuchten noch in die Büsche zu entkommen, aber die Russen hatten schon das ganze Lager eingekreist und trieben die Wagemutigen mit Kolbenstößen zurück. Wild durcheinander hangelten wir auf einen Lkw, verloren jede Verbindung zu bekannten Gesichtern und jeder war darauf bedacht, sein Bündel festzuhalten. Wer nicht gleich aufsteigen konnte, wurde mit Kolben gestoßen und mit Füßen getreten. Dabei ständig die schreienden Fragen der Plünderer: "Uri-Uri, los-los, dawai!" Immer und immer wieder hörte ich diesen widerlichen Schrei, der uns noch Jahre begleiten sollte, nämlich das gebrüllte "DAWAI-DAWAI" und wenn es gesteigert wurde, hingen sie noch "BISTREIJ-BISTREIJ" an, was so viel wie schnell-schnell heißt und uns besonders antreiben sollte. Im Augenblick schüchterte es uns gewaltig ein und keiner wagte sich gegen diese gewalttätigen, verschwitzten Kerle aufzulehnen. ... "






"Kehr ich einst zur Heimat wieder ... !"
Ritterkreuzträger Leutnant a.D. Georg Bose erinnert sich an
die Probleme als Heimkehrer
aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
Erinnerungen Teil 4
1948 bis in die Jetztzeit
 

Die zu Papier gebrachten Erinnerungen von Ritterkreuzträger Georg Bose sind in den vergangenen Jahren immer wieder erweitert worden. Begonnen hatte er mit der Niederschrift seiner Erlebnisse bei der Sturmartillerie. Diese setzen im Sommer 1943 an und enden mit dem Kriegsende im Mai 1945. Diesem sehr detaillierten Buch hatte er seine fast noch umfangreicheren Erinnerungen an die Zeit in sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1945 - 1948 folgen lassen.
Es kamen jedoch immer wieder Fragen. Viele Interessierte wollten von Georg Bose wissen, wie kam er denn überhaupt zur Sturmartillerie ? Was erlebte er vor dieser Zeit ? Wie verlief seine Jugend ? Um all diese Fragen zu beantworten, schrieb er einen weiteren Band seiner Erinnerungen. Dieser umfaßt den Zeitraum seiner Kindheit bis in den Sommer 1943.
Nachdem er seine eigenen Erinnerungen somit nunmehr in 3 Bänden für die Nachwelt erhalten hatte, verfaßte Georg Bose noch eine Chronik über die Sturmgeschütz-Brigade 177. Er hatte gedacht, seine Arbeit damit mehr als getan zu haben.
Doch die Fragen hörten nicht auf. Inzwischen traten Interessenten an ihn heran und wollten gerne wissen, wie denn sein Leben nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft verlaufen war. Also griff Georg Bose erneut zur sprichwörtlichen Feder.
Mit dem hier nun vorliegenden Teil 4 seiner Erinnerungen gibt er einen Einblick in sein Leben nach 1948.
Wer die Bücher von Georg Bose kennt, für den ist auch dieses Buch ein Muß. Doch eines hat er verkündet, es ist definitiv sein letztes Buch, denn mehr hat er nicht zu erzählen, ...


Chronik der Sturmgeschütz Brigade 177/PzJg Abtlg 69


....eben eine Chronik zusammen gestellt mit Angehörigen der Abteilungen.
Für Interessierte der Panzerwaffe ein sehr interessanter Einblick, nebst der Chronik zur Büffelbrigade wohl das ausführlichste Werk zu den Sturmgeschützen.

Mit dem nun vorliegenden Buch schließt Georg Bose seine Arbeit ab. Nachdem er seine eigenen Erinnerungen in 4 Bänden für die Nachwelt erhalten hat, beinhaltet dieses Buch die Chronik der Sturmgeschütz-Brigade 177, die später in Panzerjäger-Abteilung 69 umbenannt wurde.

Auf 210 Seiten schildert Georg Bose den Weg der Sturmgeschütz-Brigade 177 von ihrer Aufstellung im Jahr 1941, den ersten Einsätzen in Rußland bis zu ihrem Untergang in Stalingrad im Januar 1943.

Nur wenige Monte später wurde  die Sturmgeschütz-Brigade 177 im Frühjahr 1943 neu aufgestellt. Georg Bose schildert detailliert die folgenden Kämpfe während der Panzerschlacht von Kursk im Sommer 1943, den Rückzugskämpfen im Raum Orel und die Einsätze bei Witebsk bis Februar 1944.

Nach einer erneuten Auffrischung im Frühjahr 1944 wurde die Sturmgeschütz-Brigade 177  der 3. Kavallerie-Brigade unterstellt und in Panzerjäger-Abteilung 69 umbenannt. Es folgten ununterbrochene Abwehrkämpfe von den Pripjetsümpfen bis nach Ostpreußen. Ende 1944 erfolgte die Verlegung nach Ungarn, wo die Abteilung bis zum Kriegsende im Einsatz war.

Auf weiteren 101 Seiten beinhaltet die Chronik insgesamt 163 Fotos und 12 Karten.
« Letzte Änderung: 24.November.2014, 15:40 von Nephris »

Heinz

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #1 am: 01.Februar.2012, 17:18 »
Danke für die Mühe, werde auf dem nächsten Markt drauf achten.

Offline Himmsel

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #2 am: 03.Februar.2012, 15:17 »

Offline Nephris

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #3 am: 03.Februar.2012, 17:42 »
Glüchwunsch!
Teil 1 gibt einen sehr persönlichen Eindruck von der Entwicklung in den 20er/30er Jahren (Stichwort: Scharnhorst Bund -> HJ -> Wehrmacht etc).
Naja kurze Zusammenfassung steht ja oben.
Teil 2 schildert dann die Erlebnisse im Blechkarton im Osten, wo es dann rund geht, während man bei Teil 3 ein paar mal ungläubig dasteht (Kriegsgefangenenlager)
Preis ist ok.
Habe für meinen ersten Teil imho 22€;Teil2 25€;Teil 35(?)€ bei ihm bezahlt.


edit:
Habe bei ZVAB.com eben alle Teile gefunden für 80€ (somit rund 700 Seiten).
Sofern verfügbar ist der Preis völlig ok.
Allerdings habe ich dort schon lange nix mehr geordert.
« Letzte Änderung: 03.Februar.2012, 17:54 von 1.JG42 Nephris »

Offline Deichwart

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #4 am: 04.Februar.2012, 10:14 »
edit:
Habe bei ZVAB.com eben alle Teile gefunden für 80€ (somit rund 700 Seiten).
Sofern verfügbar ist der Preis völlig ok.
Allerdings habe ich dort schon lange nix mehr geordert.


Ich hab mir den Satz mal bei zvab geordert. Bin echt gespannt.

Vielen Dank für die echt gute & ausführliche Beschreibung!
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Offline Deichwart

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #5 am: 16.Februar.2012, 19:16 »
Vor einigen Tagen sind die Bücher angekommen.

[gelöscht durch Administrator]
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Offline Nephris

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #6 am: 16.Februar.2012, 20:08 »
Cool!
Dann mal rein ins Vergnügen, das DinA4 Format relativiert die "geringe Zahl" von insgesamt ca 700 Seiten ein wenig ..., viel Spass damit und poste mal ab und zu, wie du es findest.
Imho stellen die 3 Bände ein gesamtes Buch dar, daher prima das du alles 3 auf einen Schlag bekommen konntest.
Leider wollte Herr Bose seine Werke nicht aus dem Selbstverlag geben, sodass es eine Neuauflage erfahren könnte und somit für Jedermann zugänglich ist. Der Flechsig Verlag /Dt. Verlagshaus hatte schonmal Interesse bekundet, aber da war der gute StuG Kommandeur strikt.

Hast du eine Ausgabe mit Widmung?

Offline Deichwart

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #7 am: 16.Februar.2012, 20:29 »
Ich bin auch mal gespannt, wie es so ist. Aber vor sind noch zwei andere Bücher dran.

Leider ist es ohne Widmung... wobei ich allerdings nicht viel Wert auf sowas lege.
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Offline Nephris

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #8 am: 16.Februar.2012, 21:22 »
Stimmt, es hat eher einen "sentimentalen Wert", wenn man die Leute mal kennen gelernt hat,oder häufiger Kontakt hatte. Einen blöden Spruch von irgendwem brauch niemand...
« Letzte Änderung: 16.Februar.2012, 21:24 von Nephris »

Offline Deichwart

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #9 am: 16.Februar.2012, 21:46 »
Genauso sehe ich das auch.

Ich hab ein Buch von Richard Perlia, das er mir persönlich signiert hat. Das ist mir eine Menge wert, während ein anderer damit nichts anfangen kann.
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Offline Nephris

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Re: Georg Bose - Meine Erinnerungen Teil 1 - 4 /Chronik
« Antwort #10 am: 01.Mai.2014, 15:32 »
Diese Subforum ist in dne letzten Monaten leider ziemlich verwaist, so nutze ich die Gelegenheit und grabe diesen alten Thread mal wieder hoch. Nachdem Georg Bose vor 2 Jahren verstarg, sind seine Bücher nun wieder offiziell erhältlich.

http://www.stug.ch/literatur/georgbose/