Autor Thema: Plevier - Moskau, Stalingrad, Berlin  (Gelesen 2414 mal)

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Offline LoHan

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Plevier - Moskau, Stalingrad, Berlin
« am: 10.November.2011, 22:55 »
Es gibt aber auch noch Theodor Plevier....und genau dort haben alle die am "Untergang" beteiligt waren abgeschrieben.
Wen es interessiert... Moskau, Stalingrad, Berlin ..... eine, in meinen Augen, die Beste Triologie über den II Weltkrieg in Romanform.
Der Theodor hatte so viel Einblick in die Geschehnisse an der Ostfront, das musste einfach nur gut werden. Leider gibt es diese Bücher heut nur noch im Antiquariat. Den schlechtesten Band, weil noch unter kommunistischen Einfluss geschrieben, Stalingrad, gibt es vereinzelt noch bei Amazon.
Deichwart, fals Dich das interessiert, schau das Du das kriegst. Du wirst Dich wundern! Der Teil "Berlin" liest sich wie das Drehbuch von "Der Untergang" ! Naja, Tantjiemen mußten die ja wohl nicht mehr zahlen ;)
« Letzte Änderung: 12.November.2011, 07:49 von Deichwart »

Offline Messerjockl

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Re: Fest - Der Untergang
« Antwort #1 am: 11.November.2011, 12:52 »
gute Info,
mein letztes Buch war "Stalingrad" von Viktor Nekrassow,
Plievier wollt ich mir als nächstes anschauen.
Ich persönlich finde aber regelmäßig Trost in der Erfahrung, daß ich doch nicht ganz alleine bin und daß da draußen noch mehr Verrückte rumlaufen.   (Ulf Penner)

Offline Schmied

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Re: Re: Fest - Der Untergang
« Antwort #2 am: 11.November.2011, 13:07 »
Wen es interessiert... Moskau, Stalingrad, Berlin ..... eine, in meinen Augen, die Beste Triologie über den II Weltkrieg in Romanform.

Muß ich Dir zustimmen. Ich habe dieses Buch erst vor 4 Wochen auf dem Flohmarkt bekommen. Da gibt es zum Glück einen Händler, der eine eigene Abteilung WWII hat. ;D

Offline Deichwart

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Re: Re: Fest - Der Untergang
« Antwort #3 am: 11.November.2011, 19:58 »
Danke für den Tipp, LoHan! Ich werde mal Ausschau halten. Wobei der Begriff "Roman" mich oftmals von dem Kauf eines Buches abhält.

Fest hat aus vielen Quellen versucht, einen möglichst realen Ablauf der damaligen Ereignisse darzustellen, es ist also kein Roman. Das der Film einen zum Teil sich nicht genau an die Vorlage hält, ist m.E. vollkommen vertretbar.

Ein Buch allerdings, was von sich aus sagt, dass es ein Roman (und somit eine letzendlich erfundene Handlung hat) ist, ist nicht ganz mein Ding. Aber falls ich es günstig erstehe, werde ich da gerne mal reinlesen.
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

Offline Himmsel

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Offline LoHan

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Re: Plevier - Moskau, Stalingrad, Berlin
« Antwort #5 am: 12.November.2011, 11:18 »
Bedingungslos! (wenn es eine ungekürzte Fassung ist!)

Deichwart, Roman ist hier nur bedingt richtig...... dieser Plevier war vor den Nazis nach Moskau geflüchtet.
Er hatte dann den Auftrag kurz nach den Geschehnissen von Stalingrad ein Buch über die Ereignisse dort zu verfassen.
Dazu gab man ihm die Gelegenheit mit den Gefangenen aus Stalingrad zu sprechen, deren abgefangene Briefe / Feldpost zu studieren ect.

Das Buch Stalingrad selbst ist mir persönlich zu stark "kommunistisch" Angehaucht (wurde ja auch noch unter der Zensur Moskaus geschrieben, das heißt über Stalingrad gibt es bessere Bücher.
Moskau und Berlin jedoch, also Bücher die er nach seiner Übersiedlung in die BRD schrieb sind frei von jeglicher Zensur und bilden ein absolut authentisches Bild vom Krieg im Osten ab. Vom Deutschen Divisionskommandeur bis zum kleinen Panzerfahrer dem die Munition ausgeht als die Russische Infantrie in immer neuen Wellen angreift, vom russischen General, der wegen Feigheit vor dem Feind, weil er seine Truppen zurücknahm um sie zu schonen und daraufhin erschossen wird(NKWD und "rastreljat" kommen in diesem Büchern oft vor) bis zum russischen Offizier der tapfer gegen die Deutschen kämpft bis er einsieht für welches verbrecherische System er kämpft. Die Charaktere, soweit sie nicht fallen, ziehen sich durch alle Bände! Das alles mit einer historischen Accuresse die nur einer erreichen kann, der Einblick in Unterlagen erhielt die bis heute noch unter Verschluss sind.......

Und wie gesagt, der Roman Berlin, die Abschnitte die im Führerbunker spielen, nach dem Lesen werdet ihr mir recht geben in Punkto "Der Untergang" ....... alles nur geklaut! ;)
Geklaut warum!? Weil Dinge die im Führebunker geschahen und Nicht historisch gesichert sind, von Plevier aber durch die Romanform und um des flüssigen Lesens willen eingebracht wurden, auch im Untergang übernommen wurden .....

Also wie gesagt, unbedingt lesenswert!

Noch eine Frage in den Raum gestellt, kennt jemand die Romantriologie von Hofe´!? Ich weiß nicht mehr genau wie die heissen....
Fängt in Russland an, stellt dann die Geschehnisse in der Normandie bis zum Kessel von Falaise dar um dann im letzten Teil mit der Ardennenschlacht zu schliessen. Die reichen von der historischen Accuresse zwar nicht an Plevier ran, gleichen sich im Erzählstil aber sehr.....

Offline Messerjockl

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Offline LoHan

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Re: Plevier - Moskau, Stalingrad, Berlin
« Antwort #7 am: 12.November.2011, 12:41 »
Genau, Danke Messer!

Absolut empfehlenswerter Stoff ....dem Rezententen auf Amazon kann ich mich nur anschliessen.
Hab gerade mal in meinem weitläufigen Bücherregalen geschaut.....huh, ich hab alle drei Teile noch im Original.